Thema 2015

WAS ERWARTET SIE?
Was sind die Grundlagen ethischer Gesundheitspolitik in Graubünden? Wie kann
in der Reproduktionsmedizin einerseits dem Kinderwunsch, andererseits dem Em-
bryonenschutz unter ethischen, medizinischen und rechtlichen Gesichtspunkten
Rechnung getragen werden? Wie weit soll und kann die Patientenautonomie in der
Psychiatrie gehen? Wie sollte die ideale psychiatrische Patientenverfügung ausse-
hen? Wie ist Suizidhilfe unter ethischem, seelsorgerischem und rechtlichem Fokus
zu sehen?

Das Recht auf körperliche Unversehrtheit und Gesundheit ist ein zentrales
Menschenrecht. In der Schweiz wie in allen westlichen Industrieländern werden an
die medizinische Versorgung höchste Ansprüche gestellt. Aufgabe der Politik ist es,
dafür die rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen zu
schaffen, aber auch die notwendige Kontrolle der Struktur-, Prozess- und Ergebnis –
qualität durchzuführen.

Geistige Gesundheit ist genauso unverzichtbar wie körperliche Gesundheit. Auch
hier trägt der Einzelne ein hohes Mass an Selbstverantwortung für die Herstellung
und den Erhalt dieser geistigen Gesundheit. Dies gilt bereits für die Zeugung neuen
Lebens, genauso am Lebensende für die Entscheidung, wann und wie man sterben
möchte. Humanes Klonen, Eizellen-, Samen- und Embryonenspende, in-vitro-Fertili-
sation, Leihmutterschaft werden kontrovers diskutiert und in vielen Ländern anders
gesehen und praktiziert als in der Schweiz.

Patientenautonomie und Patientenverfügung sind schon lange ein Thema in der
somatischen Medizin gerade im Hinblick auf die Organspende und die intensiv-
medizinische Langzeitbehandlung. Die Patientenautonomie wird seit einiger Zeit
auch der Psychiatrie diskutiert und es liegen Vorschläge für psychiatrische Patien-
tenverfügungen vor.

Suizidhilfe ist nicht nur in der Medizin ein schwieriges und strittiges Thema,
sondern auch in der Theologie, und das nicht erst seit sich Prof. Hans Küng als
Mitglied der Sterbehilfeorganisation Exit im diametralen Gegensatz zur Lehr-
meinung der römisch-katholischen Kirche nicht nur für die passive, sondern auch
für die aktive Sterbehilfe ausgesprochen hat.

Wir laden Sie herzlich ein, mit namhaften Entscheidungsträgern aus Graubünden
über die brisanten und wichtigen Themen der Gesundheitspolitik und der geistigen
Gesundheit im Spannungsfeld von Medizin, Religion, Politik und Recht unter den
Gesichtspunkten der Humanität, der Ethik und Fairness, aber auch unter sozio-
ökonomischen Aspekten zu diskutieren.

 

ANMELDUNG
Melden Sie sich online an – http://www.pdgr.ch/ethik
Anmeldeschluss ist der 29. Oktober 2015.

KOSTEN
Die Teilnahme ist kostenfrei.

ÜBERNACHTUNGEN
Chur Tourismus ist Ihr Ansprechpartner für Übernachtungen – http://www.churtourismus.ch

TAGUNGSBÜRO
Nadine Caduff, Sachbearbeiterin Marketing und Kommunikation PDGR
Tel. +41 58 225 25 43, nadine.caduff@pdgr.ch

TAGUNGSORT
Psychiatrische Dienste Graubünden
Klinik Waldhaus, Mehrzwecksaal
Loëstrasse 220, 7000 Chur

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